MAGDALENA FRIDERICA VON WÄCHTER

 

Leben

Ihre Mutter stammte aus Schweden und war die Tochter eines bekannten Hofjournalisten und unter anderem Freund von Willy Brandt. Ihr Vater stammt aus einer Familie, die aufgrund von Kriegsheldentum ihres Urgroßvaters, einem späteren Minister der ersten Republik Österreichs, von Kaiser Karl geadelt wurde. Da ihr Vater das Schiff „Regentag“ für den österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser als Skipper, begleitet von Magdalena Fridericas Mutter, in drei Jahren, vom Mittelmeer nach Neuseeland führte, wurde Magdalena Friderica 1977 in Kawakawa in Neuseeland geboren. Der Bezug zur Malerei und Kunst tritt schon am Beginn ihres Lebens wie vorgebend in Erscheinung, da Friedensreich Hundertwasser ihr Taufpate wurde und sie von ihm auch ihren zweiten Vornamen bekam.

Magdalena Friderica wuchs in Österreich (Schloss Hagenberg im Weinviertel), Italien und Schweden auf, und studierte Tapisserie sowie Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Kunst in Wien bei Josef Schulz, Irene Hohenbüchler, Gunter Damisch und Otto Zitko.
Die bewegte Familiengeschichte und vor allem die belastende Rolle, die ihre Großeltern in der Geschichte der ersten Republik Österreichs und des Nationalsozialismus gespielt hatten, ließen Magdalena Friderica schon früh nach den tieferen Zusammenhängen des Seins und den persönlichen Werten im Leben eines Menschen suchen. Daraus resultierte nach mehreren krisenhaften Phasen, in denen sie trotzdem ihre beiden Kinder alleine mit voller Verantwortung ins Leben begleitete, ihre Hinwendung zum Islam, den sie als ihre persönliche Religion annahm.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Sie heute als Lehrerin für Bildnerische Erziehung an zwei Schulen in Wien.

 

Kunst

"In der Kunst von Magdalena Friderica von Wächter, die grundsätzlich gegenständlich ist, spielt die extreme Reduzierung der Form auf das Wesentliche die entscheidende Rolle. Die klar gesetzten Striche, sowohl in der Grafik als auch in der Malerei, sind selten einer zu viel, dafür aber formgebend und ohne Unterbrechung. Diese Konzentration des Wesentlichen zur Abbildung der Form, öffnet gleichzeitig unzählige Räume, in den Abbildungen der erkennbaren Wirklichkeit, die Ebenen der Wahrnehmung, die bei der Betrachtung angeregt werden, als Teil des zu Sehenden mit einzuschließen.
So ist ihre Kunst nicht vordergründig spirituell oder ätherisch, gleichzeitig wirkt sie aber, sicher auch geprägt durch die persönliche Geschichte der Künstlerin, gerade in ihrer vermeintlichen Klarheit als ein Schlüssel, die geistigen Ebenen als quasi mitgestaltete aber nicht gleich erkennbare Ebene mitzusehen und die nicht dargestellten Dimensionen ganzheitlich miteinzubeziehen. Das nicht Gezeigte wird so erst für den Betrachter zu einem Teil des insgesamt Erkennbaren." (G.D.S.)